Freitag, 28. August 2009

Semesterbeginn und Wochenende in Malakka

Das Semester hier läuft jetzt schon zwei Wochen. Glücklicherweise konnte ich jetzt alle Kurse ersteigern, die ich besuchen wollte, und zwar: PR-Strategy, International Economics, Economic Development in Asia und Supply Chain Management. Meine Vorlesungen habe ich mir auf Donnerstag, Freitag und Mittwochabend gelegt, so dass ich genügend Zeit habe, um an den verlängerten Wochenenden ein bisschen zu reisen.
Manche Vorlesungen hier machen sogar richtig Spaß. Man merkt, dass die Professoren alle schon viel Berufserfahrung haben. Allerdings wird man in den dreistündigen Vorlesungen auch viel mehr gefordert. So bestehen die PR-Strategy Vorlesungen eigentlich nur aus Diskussionen, Planspielen, Präsentationen und so weiter. Und da es hier wie in der Schule mündliche Noten gibt, machen auch alle fleißig mit. Auch die anderen Kurse sind bis jetzt sehr interessant, besonders International Economics gefällt mir sehr gut. Und da dort nicht viele Austauschstudenten im Kurs sind, werde ich ständig gefragt, wie manche Dinge in Deutschland und Europa ablaufen. Da brauch ich mir um meine Mitarbeitsnote schon mal keine Sorgen zu machen. :-) Nur in Supply Chain Management haben wir leider einen chinesischen Prof, dessen Englisch extrem schwer zu verstehen ist.
Heute war ich das erste Mal beim Track & Field Training. Dort hab ich viele neue Singapurer kennen gelernt. Anschließend waren wir gleich noch zusammen essen. Dazu haben wir eine Bowle mit Litschies, Buchweizen und verschiedenen Pilze getrunken...sehr interessanter Geschmack.
Gestern fand in der Mittagspause das President's Lunch statt. Der amerikanische SMU-Rektor hatte alle ausländischen Studenten zu einem Festessen in der Bibliothek eingeladen. Es wurden ein paar Begrüßungsreden gehalten und anschließend das reichhaltige Buffet eröffnet.
Hier finden außerdem fast jede Woche Mittagessen mit Botschaftern aus verschiedenen Ländern und Firmenvertretern statt, für die man sich ein paar Tage vorher online anmelden kann.

Letztes Wochenende war ich mit Kinga, Kaspar und Peter (alle Mitbewohner in meinem Wohnheim) in Malakka/Malaysia. Die Stadt ist Unesco Weltkulturerbe und war früher eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt. Im Laufe der Zeit stand die Stadt unter portugiesischer, holländischer und englischer Herrschaft und ist so von verschieden Einflüssen geprägt worden.
Am Samstagmorgen nahmen wir den Bus von Singapur, der uns in 5 Stunden nach Malakka brachte. Diese Überlandbusse sind richtig bequem, da sie so groß sind wie normale Reisebusse, aber nur 25 Plätze haben, so dass man die Sitze wie Liegen nach hinten klappen kann und sehr viel Beinfreiheit hat. Da wir alle noch vom Abend davor müde waren, kam uns
das sehr entgegen. Nachdem wir die Grenze überquert hatten, fuhren wir die ganze Fahrt nur an irgendwelchen Plantagen vorbei. Nach vier Stunden hielt unser Bus auf der Autobahn an, um die Leute eines anderen Busses aufzusammeln, der eine Panne hatte.
In Malacca beschafften wir uns erst mal ein paar Ringgit. (malaysische Währung) und checkten in unser Hostel (2,40€ pro Nacht) ein. Nachmittags erkundeten wir dann zu Fuß die Stadt. Nachdem wir die wenigen Sehenswürdigkeiten wie den großen Chinatown und die Altstadt aus holländischer Kolonialzeit abgeklappert hatten und dabei ständig anhielten, weil wir mal wieder einen Stand mit frisch gepressten Fruchtsäften gesehen oder sonstige Leckereien probiert haben, liefen wir durch ein Wohngebiet, um zu einer großen Mall zu kommen. Dort machten wir Bekanntschaft mit einer Frau, die uns auf der Straße in malaiisch ansprach und sich dann aus unerklärlichen Gründen immer weiter in Rage redete, bis sie uns irgendwelche Dinge hinterherwarf und wir einen Schritt zulegten. :-) Sie folgte uns dann noch ein paar hundert Meter und hörte nicht auf zu schreien, aber irgendwann hatten wir sie abgehängt.
Das Highlight des Wochenendes war das Abendessen im "Capitol Satay". Um in dieses besondere Restaurant zu gelangen, standen wir über ein Stunde vor dem Haus in der Schlange bis wir endlich einen Tisch bekamen. Die Tische haben in der Mitte einen eingelassenen Topf, in dem eine leckere Erdnusssoße zubereitet wird. In diesem Topf kocht man Spieße, die aus einem großen Kühlregal ausgewählt werden. Wir haben fast alles ausprobiert, ob Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Gemüse. Während dem Essen kommt ständig jemand vorbei und prüft, dass noch genügend Soße im Topf ist und die Konsistenz stimmt. Wir hatten dort viel Spaß und haben richtig lange gegessen.
Anschließend sind wir zurück zum Hostel gelaufen, wo außer uns noch ein paar andere Austauschstudenten von der SMU waren. Auf der Terrasse spielte eine Liveband, außerdem wurde Bayerns Niederlage gegen Mainz gezeigt, ein perfekter Samstagabend. ;-)
Am nächsten Tag schauten wir uns St. Pauls Hill an, wo die Ruinen einer früheren portugiesischen Festung stehen, besichtigten ein altes Segelschiff und machten eine Bootstour auf dem Malacca-River.

Auch das kommende Wochenende ist schon wieder voll verplant. Morgen findet der "Walking Food Trail" statt, eine Führung zu den kulinarischen Höhepunkten Singapurs, die speziell für uns Austauschstudenten veranstaltet wird. Von Samstagabend um 18 Uhr bis Sonntagmorgen um 7 Uhr mache ich mit einem Kumpel beim "Night Bike" Event mit. Das ist eine 70 km Fahrradtour durch Singapur, wo uns Singapurer besondere Ecken ihrer Stadt abseits der bekannten Touristenpfade zeigen und zeigen, was man hier alles unternehmen kann, wenn der Tag schon vorbei ist. Blöderweise habe ich zum Zeitpunkt, als ich mich dafür angemeldet habe noch nicht gewusst, dass am Sonntag ab 9 Uhr das Indoor Pool Training für meinen Tauchkurs stattfindet, den ich dann übernächstes Wochenende auf einer Insel in Malaysia machen werde.
Wird also ein anstrengendes Wochenende. Montag und Dienstag ist dann Ausschlafen und Lernen angesagt.

Sonntag, 16. August 2009

Erlebnisse der letzten Woche

Am Dienstag war ich mit einer Gruppe von Austauschstudenten auf Sentosa Island. Mit Blick auf zahlreiche Containerschiffe kann man dort an drei verschiedenen Sandstränden baden. Wie der nahe Schiffverkehr vermuten lässt, ist das Wasser dort nicht so sauber, aber man kann schon rein gehen. :-)
Die Südspitze der Insel ist der südlichste Punkt Kontinentalasiens. Außerdem besitzt die Insel, die früher ein britischer Militärstützpunkt war, viele weitere Touristenattraktionen wie den 110 m hohen Tigertower, ein Meerwasseraquarium und einen begehbare 35 m hohe Statue des bereits erwähnten Merlion. Nächstes Jahr soll dann ein Universal Studios Filmpark mit Achterbahn und ein Casino eröffnet werden. Die halbe Insel ist gerade eine Baustelle.
Am Mittwoch war ich mit Katja und Katharina im Botanischen Garten. Besonders gefallen hat mir der Rainforest Trail, ein Weg durch einen erhalten gebliebenen Streifen des Regenwalds. Auch der Orchideengarten war ziemlich schön.



Donnerstags habe ich mit Peter aus der Schweiz zu Fuß eine Tour aus dem Reiseführer durch Chinatown gemacht. Dabei kamen wir an einigen chinesischen Tempeln vorbei. Im "Chinatown Complex", einem Markt mit angeschlossenem Hawker Center, haben wir ein paar undefinierbare Süßigkeiten probiert. Außerdem gab es dort einen Stand, an dem nur Durians verkauft werden. Das sind besondere Früchte, die anscheinend sehr außergewöhnlich schmecken und an vielen Stellen in der Stadt verboten sind, da sie einen sehr starken unangenehmen Geruch haben. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich die auch mal probieren. Ein besonderes Highlight war auch der "Wuerstelstand" auf dem Chinatown Night Market. Am "last sausage kiosk before the equator" kann man sich ganz wie zuhause fühlen und zahlt nur halb so viel für eine Currywurst wie in Deutschland.
Abends bin ich mit einer Gruppe von Austauschstudenten mit dem "Singapore Flyer" gefahren. Vom größten Riesenrad der Welt aus hat man einen hervorragenden Blick auf Singapur. War ein tolles Erlebnis. Und als Studenten haben wir anstatt 30 S$ nur 10 S$ gezahlt.

Freitags fand dann der Orientation Day an der Uni statt. Insgesamt sind dieses Semester 360 Austauschstudenten hier. Wir wurden von allen möglichen Vertretern der Uni begrüßt und mit dem Prozess der Kurswahl vertraut gemacht. Ab Morgen müssen wir unsere gewünschten Kurse nämlich über ein Online-Auktionssystem mit eDollars ersteigern. Jeder der Austauschstudenten bekommt 500 solcher eDollars, während die normalen Studenten nur 100 bekommen, damit es uns leichter fällt in unsere Kurse hinein zu kommen.
Nachdem die Veranstaltung vormittags durch die vielen Ansprachen sehr langwierig war, gab es wieder sehr gutes Mittagessen. Anschließend bekamen wir noch eine Führung über den Campus. Dort gibt es wirklich alles was man sich vorstellen kann. Auf dem Unigelände befinden sich Bankfilialen, ein Foodcourt, Cafés, Fitnesscenter, Swimmingpool und sogar eine kleine Klinik.

Gestern haben wir einen Ausflug nach Pulau Ubin gemacht. Das ist eine kleine singapurische Insel, auf der ungefähr 100 Leute wohnen. Kleine 12-Mann Bote verkehren regelmäßig zwischen einem Hafen im Westen Singapurs und der Insel. Dort angekommen, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind die Insel einmal abgefahren. Früher befanden sich dort einige Granitminen, die nun alle stillgelegt sind. Im Gegensatz zu Sentosa Island ist die Insel kaum bebaut und Teile der Insel sind sogar Naturschutzgebiet. Am interessantesten waren die "Check Jawa Wetlands", ein Mangrovenwald im Osten der Insel.

Heute morgen um 7 Uhr habe ich beim Singapore Bay Run (10 km) mitgemacht. War ne tolle Erfahrung, als es losging war es noch dunkel und während dem Lauf ging die Sonne auf. Man hatte die meiste Zeit einen schönen Blick auf die Skyline. Der Kurs führte größtenteils über die Formel 1-Strecke, die für den Nacht-GrandPrix im September gerade schon präpariert wird. Dabei ging es sogar über die Zielgerade an den Boxen vorbei.
Ab morgen geht das Studium hier los. Da ich aber noch nicht weiß, in welche Kurse ich tatsächlich reinkomme, schaue ich mir die nächsten Tage die Kurse an, die mich interessieren.

Mittwoch, 12. August 2009

Welcome City Tour

Am Montag fand für uns Austauschstudenten eine City Tour statt.
Dazu trafen wir uns auf dem Campus. Bevor es losgehen konnte, mussten wir wieder jeder Fieber messen. Die haben da ein Gerät und halten es jedem kurz vor die Stirn, um zu sehen, ob jemand eventuell krank ist. Das ist übrigens ab Montag jeden Tag angesagt, sobald man den Campus betritt.
Danach gab es ein Quiz zu Singapur und anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt. Per Bus ging es durch die Stadt. So schauten wir uns die Hauptattraktionen an, von denen ich einige bereits gesehen hatte. Da wir einen Guide bei uns hatten, erfuhr ich aber noch mehr über die Geschichte der Stadt. Zuerst stoppten wir beim Merlion, danach gings nach Kampong Glam, einem arabisch angehauchten Stadtteil, der ,eine der größten Moscheen Singapurs namens "Masjid Sultan" beherbergt. Nachdem wir noch durch Little India gefahren sind, gab es Mittagessen im "Riverwalk Tandoor", einem indischen Restaurant. Essen war mal wieder sehr gut, ich probier jeden Tag was anderes aus. Nach dem Essen führte die Tour uns nach Chinatown, wo wir den "Buddha Tooth Relic Temple" anschauten. Auf dem Markt nebenan hab ich eine Litschi probiert. Die sehen hier etwas anders aus als die die es bei uns zu kaufen gibt. Der letzte Stopp unserer Tour war auf Mount Faber, mit 106 m Meereshöhe eine der höchsten Erhebungen Singapurs. Von dort fährt eine Seilbahn auf die Erholungsinsel Singapurs, Sentosa Island. Die Insel kann man von dort oben auch gut sehen, genauso wie Teile des Hafens und zahlreiche Frachter, die darauf warten, dass sie in den Hafen einfahren dürfen.

Dienstag, 11. August 2009

Singapore's 44th National Day

Am Sonntag fanden die Feiern zum 44. Jahrestag der Unabhängigkeit Singapurs von Malaysia statt. Auf einer riesigen Seebühne in Marina Bay, dem südlichen Teil des Singapore Rivers, gab es eine große Show, die 30.000 Leute von einer großen Tribüne aus verfolgen konnten. Da man dafür Karten brauchte und diese schon lange ausverkauft waren, haben wir uns das Spektakel vom gegenüberliegenden Ufer angeschaut. Was auf der Bühne selbst abging, haben wir so zwar leider nicht mitgekriegt, allerdings wurden Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber in die Show miteinbezogen, so dass wir dennoch einiges zu sehen bekamen.
Ich hatte richtig Glück, dass ich überhaupt noch zuschauen konnte. Die ganze Innenstadt war nämlich von Menschenmassen überfüllt und gerade als ich nach Marina Bay gehen wollte, um mich dort mit Freunden zu treffen, wurde dieser Teil von den Polizisten abgesperrt. Allerdings durfte man noch rein, wenn man sich mit Leuten treffen wollte, die man kennt. Diese mussten einen aber an der Absperrung abholen. Da das alles ziemlich kompliziert war, weil so viele Leute unterwegs waren, war ich froh, als zwei andere Deutsche von ihren Freunden abgeholt wurden und ich mich als ihr Freund ausgeben konnte und so doch noch hinter die Absperrungen kam.
Die Show war dann ganz nett, nur mussten wir manchmal lange warten bis wir wieder etwas zu sehen bekamen, da das Hauptprogramm ja auf der Bühne statt fand, die wir nur von hinten sehen konnten.
Absolutes Highlight des Abends war das Feuerwerk am Ende der Feier. Da Feuerwerke bis vor ein paar Jahren verboten waren, ist das für die Leute in Singapur etwas ganz besonderes. Es ist unglaublich mit was für einer Begeisterung die Leute den ganzen Abend lang bei der Sache waren. Sobald nur ein Hubschrauber kam oder ein Boot vorbei fuhr, haben alle gleich gekreischt und geschrien...
Damit ihr euch einen besseren Eindruck machen könnt, habe ich jetzt auch ein paar Videos hochgeladen. (siehe Link rechts)

Sonntag, 9. August 2009

Nachtleben und Little India

In den letzten Tagen habe ich viele neue Leute kennen gelernt und schon einiges von Singapur gesehen. Am Mittwoch habe ich zusammen mit ein paar anderen Austauschstudenten die Stadt zu Fuß erkundigt. Wir sind die meiste Zeit entlang dem Singapore River gelaufen, wo es viele Bars und Restaurants gibt. An der Mündung des Singapore Rivers besichtigten wir den "Merlion", das Wahrzeichen von Singapur. Diese Mischung aus Löwe und Fisch stellt den Schutzpatron der Stadt dar. Am Mittwochabend bin ich mit vielen anderen Leuten in den "dbl 0"-Club gegangen. Mittwochs ist hier in fast jedem Club Ladies Night. Das bedeutet, dass Frauen keinen Eintritt zahlen und dazu noch alle Getränke umsonst bekommen. Für Männer kostete der Eintritt 30 Singapore-Dollar, was ca. 15 € entspricht. Wenigstens war ein Getränk inklusive. Vor dem Club hab ich zufälligerweise jemanden getroffen, der mit mir in Karlsruhe studiert und auch gerade sei Auslandssemester in Singapur macht, allerdings an einer anderen Uni.
Am Donnerstag war ich in einem der zahlreichen Shopping Center bummeln und habe gleich ein bisschen eingekauft. Zurzeit ist anlässlich des Nationalfeiertags am Sonntag, an dem 44 Jahre Unabhängigkeit gefeiert werden, alles reduziert. Für Shopping-Fans ist Singapur das Paradies. Man kann hier kilometerweit durch die Malls laufen, da diese alle miteinander verbunden sind. Kommt man aus einer der MRT-Stations (Mass Rapid Transport -> Bezeichnung für das Metro System in Singapur) raus, ist man eigentlich immer automatisch in irgendeiner Mall. In Suntec-City, einer der Malls im Zentrum, habe ich mir den größten Brunnen der Welt angeschaut, den sogenannten "Fountain of Wealth". Gestern Abend begegnete ich dann so ziemlich allen Austauschstudenten der SMU. In dem Forum für Austauschstudenten hatte sich ein Student der SMU angeboten, eine kleine Tour durch die Stadt zu machen und anschließend noch weg zu gehen. Allerdings hat sich das ganze so rumgesprochen, dass letztendlich bestimmt 50 Leute da waren. Mit dieser großen Gruppe waren wir dann erst in einem Food Court essen und sind anschließend nach Clarke Quay, dem Ausgehviertel am Singapore River gegangen. Dort sind jede Menge Bars und Restaurants zu finden, die allerdings ziemlich teuer sind. Für eine Flasche Bier zahlt man hier oft mehr als für ein ganzes Essen. Als wir in eine Bar hinein gingen, wurde erst bei jedem an der Stirn kurz die Körpertemperatur genommen. Falls man Fieber hat, darf man nicht rein und wird wahrscheinlich gleich zum Doktor geschickt.
Heute hab ich ausgeschlafen und musste dann warten bis jemand gekommen ist, um meine Klimaanlage zu reparieren. Die hatte nämlich einen Wackelkontakt und hat nur immer mal wieder funktioniert. Die Waschmaschine kann ich jetzt auch benutzen, nachdem das Abflussrohr neu verlegt worden ist. Zuerst ging das Rohr nämlich 20 cm nach oben und deshalb konnte das Wasser nach dem Waschen logischerweise nicht ablaufen.
Nachdem der Handwerker dann hier war, bin ich mit Ben aus Korea, Sam aus Kanada und Kaspar, einem anderen Deutschen nach Little India gefahren und habe zu Fuß eine Rundtour aus dem lonely planet Reiseführer gemacht. War sehr interessant. Im Gegensatz zu der sonst absolut sauberen Innenstadt kommt man sich im etwas dreckigen und chaotischen Little India wirklich wie in einem ganz anderen Land vor. Es gibt sehr viele kleine Läden, in denen es Kleider, Schmuck, Elektroartikel Gewürze usw. kaufen kann. Die Rundtour führte uns auch am "Mustafa-Center" vorbei, einem Einkaufszentrum, das 24 h geöffnet ist und Waren aller Art anbietet. Besonders interessant war auch der "Sri Srinivasa Perumal Temple". Als wir dort waren, fand gerade eine Zeremonie statt. Die Leute waren teilweise festlich geschmückt, ein Mann spielte Trommel, während eine Frau Weihrauchgefäße hin und her schwang. Nach der Tour durch Little India waren wir natürlich auch noch indisch essen. Morgen werde ich wahrscheinlich einen weiteren Stadtteil anschauen oder an den Strand fahren. Am Montag findet für uns Austauschstudenten dann eine "Welcome! City Tour" statt.


Singapore River - Clarke Quay


Singapore River and Central Business District

Mittwoch, 5. August 2009

Gut angekommen

Die Anreise nach Singapur war gut.
Hat alles super geklappt. Nur eine meiner Mitreisenden hatte ein bisschen Stress, weil sie am Sonntagmorgen um acht gemerkt hat, dass sie ihren Reisepass verloren hatte. Erstaunlicherweise hat sie es aber geschafft, die Sekretätin aus ihrem Bürgerbüro Sonntags zu erreichen und so noch zu einem Ersatzreisepass zu kommen...
In unserem Flieger hatten ziemlich viele Leute Mundschutz an und überall am Flughafen in Doha und im Flugzeug wurde vor Schweingrippe gewarnt. Da ist die Panikmache in Deutschland noch harmlos dagegen.

Wir sind gestern Nachmittag um 14:30 Uhr Ortszeit angekommen und haben gleich unsere Zimmer im "Havelock Hostel", unserem Wohnheim bezogen. Dabei handelt es sich eigentlich um kein richtiges Wohnheim. Die Uni hat lediglich die obersten Stockwerke eines normalen Wohnhauses angemietet und gibt diese an die Studenten weiter. Ich wohne mit drei anderen Jungs in einer Vierer-WG im 16. Stock. Dabei teilen sich jeweils zwei Leute ein Zimmer. Bis jetzt sind meine Mitbewohner aber alle noch nicht angekommen. Die Wohnung ist ganz gut, nur leider musste ich erst mal putzen, weil es ziemlich dreckig war. Die Möbel, Kühlschrank, Mikrowelle, Herd und Waschmaschine waren noch ganz neu und mussten zuerst ausgepackt werden. Heute war ich dann gleich mit ein paar anderen Austauschstudenten bei Ikea und hab noch ein paar Sachen gekauft.
Gestern Abend wollte ich mir nur noch schnell im Supermarkt etwas zu trinken kaufen, aber unterwegs hab ich hier auf dem Stock zwei Chinesen und einen Dänen getroffen und bin mit denen und einem Amerikaner, der sich schon drei Jahre hier wohnt, japanisch essen gegangen. War sehr lecker, hab "steamed egg" und so besondere japanische Nudeln gegessen. War mit umgerechnet 9 € für hier ziemlich teuer. Gerade eben haben wir hier in einem Hawker Center Wantan und Hähnchen gegessen und dafür umgerechnet knapp über einen Euro gezahlt.
Ansonsten war ich heute mit den anderen aus Karlsruhe und noch ein paar weiteren Austauschstudenten in der Stadt und hab mir ne SIM-Karte und ein billiges Handy gekauft. Joggen war ich auch noch ne Runde. Ist ziemlich heiß hier, aber geregnet hat es bis jetzt wider Erwarten noch gar nicht.


Blick von meinem Fenster aus


Blick von meinem Stock aus


beim Essen mit anderen Austauschstudenten

Samstag, 1. August 2009

Morgen gehts los...

Zusammen mit Laura, Sarah und Melanie fliege ich von Frankfurt nach Singapur, zuerst 6 Stunden nach Doha (Katar) und dann nach drei Stunden Zwischenstopp noch mal 8 Stunden bis zum Ziel.
Alles ist gepackt, ich freu mich, dass es bald losgeht...